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Tübingen 


Stadtbaubetriebe Tübingen, Friedhofswesen-Grünplanung
Bergfriedhof 10
72070 Tübingen
Telefon: 07071/7956794
Email: bernd.walter@tuebingen.de

Urnengemeinschaftsgrabstätte: "Fluss der Zeit"
Urnenbeisetzung in einer Rasenfläche an einem Trockenbachlauf, der von Granitstelen und Trauerweiden gesäumt ist. Der Trockenbachlauf wird von einer Granitbrücke überspannt, welche den Übergang Leben / Tod symbolisieren soll. Der Trockenbachlauf symbolisiert den ewigen Kreislauf von Werden und Vergehen.

Auf den Ablegeflächen besteht die Möglichkeit die Namen der Verstorbenen auf einer "Namenstele" anbringen zu lassen. Der eigentliche Grabplatz in der Rasenfläche ist anonym.

Urnengemeinschaftsgrabstätte: "Garten der Zeit"
Die neue Urnengemeinschaftsgrabstätte mit 105 Urnenplätzen auf dem Tübinger Bergfriedhof
Die neue Urnengemeinschaftsgrabstätte "Garten der Zeit" wurde von Bernd Walter, Grünplaner der Stadtbaubetriebe Tübingen, Bereich Friedhofwesen, entworfen und in Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern aus den Bereichen Stadtgärtnerei, Straßen und Friedhöfe der Stadtbaubetriebe Tübingen ausgeführt und im Herbst 2003 fertig gestellt. Diese Anlage ist nicht nur eine Neuheit für Tübingen, sondern auch weit über die Stadtgrenzen hinaus eine Besonderheit in der Friedhofslandschaft.

Die neue Beisetzungsmöglichkeit für Urnen
Seit dem 15. Februar 2004 sind die Möglichkeiten für Urnenbeisetzungen auf dem Tübinger Bergfriedhof um eine zusätzliche Alternative, nämlich die einer neuen Form der Urnengemeinschaftsgrabstätte, erweitert. Diese ansprechend gestaltete Anlage in Abteilung 072 will die Angehörigen ebenso wie die anderen Friedhofsbesucher in ihrer Trauerarbeit unterstützen und ihnen einen Ort der Ruhe und Einkehr anbieten, u. a. auch durch die neu geschaffenen Sitzmöglichkeiten. Die gesamte Pflege der Anlage wird von der Gemeinschaft Tübinger Friedhofsgärtner im Auftrag der Stadtbaubetriebe Tübingen übernommen. Somit können sich die Angehörigen ganz dem Friedhofsbesuch widmen und müssen keine zeitaufwendige Grabpflege übernehmen. Die Angehörigen können innerhalb der Anlage für die Beisetzung ihres Verstorbenen eine der vier Beisetzungsflächen Frühling, Sommer, Herbst und Winter aussuchen. Diese sind mit Stauden und Gehölzen der jeweiligen Jahreszeit bepflanzt. Die Urnen werden dort jeweils hinter den bereits vorhandenen Pultsteinen aus Granit der Reihe nach in der Erde beigesetzt. Der Mittelkreis der Anlage mit der Skulptur "Turmstein" aus Granit von Cornelius Hackenbracht wird zusätzlich mit jahreszeitlichem Wechselflor bepflanzt. Außerhalb der Anlage am Weg befindet sich ein Halbkreis, welcher als Ablegefläche für Sargauflagen, Blumengebinde, Kränze, u. ä. dient. Nur dort dürfen von den Angehörigen Blumen abgelegt werden.

Die gesamte Anlage "Garten der Zeit" umfasst eine Fläche von 850 qm. Darin sind enthalten ca. 430 qm Rasen als Rahmenanlage, 200 qm Wege und 220 qm bepflanzte Fläche (Stauden und Gehölze). In der bepflanzten Fläche findet sich die Beisetzungsfläche mit 170 qm. Die Kosten für die Anlage beliefen sich auf rund 100.000 Euro (inkl. MwSt.).

Formensprache und Symbolik des "Gartens der Zeit"
Die runde Formensprache der Anlage mit ihren Wegeführungen symbolisiert den immerwährenden Kreislauf von Werden und Vergehen, woraus auch der Name "Garten der Zeit" entstanden ist. Eingebettet in eine Waldlichtung erlebt der Friedhofsbesucher bei einem längeren Aufenthalt das Wechselspiel von Licht und Schatten, was sich besonders auch an der Skulptur "Turmstein" mit ihren vielen Durchbrüchen und Durchblicken zeigt. Im Jahresverlauf sieht man, wie sich die einzelnen Beisetzungsflächen "Frühling, Sommer, Herbst und Winter" mit ihren Blütenaspekten nacheinander abwechseln. Aus der Vogelperspektive gesehen erscheint die Anlage als eine überdimensionale Sonnenuhr.

Alles aus einer Hand
Neben dem eigentlichen Grabplatz sind auch der Pultstein inklusive der später durch einen Steinmetz im Auftrag der Stadtbaubetriebe Tübingen anzubringenden Bronzetafel, der Anteil an der Gesamtanlage, sowie die gärtnerische Pflege und Betreuung auf die Dauer der 20jährigen Ruhezeit des Verstorbenen in der Grabnutzungsgebühr von 3.475 Euro enthalten.

Grabzeichen - Skulptur "Turmstein" und Pultstein
Die Skulptur "Turmstein" aus Kösseine-Granit soll sich als eindeutig von Menschenhand geprägt, jedoch in Material und Aussehen nicht naturfremd darstellen. Die Durchbrüche und Durchblicke der circa drei Meter hohen Skulptur nehmen die Wageachsen der Anlage auf und geben sie durch die Öffnung in der Mitte der Skulptur gen Himmel weiter. Licht und Luft sollen den Stein durchströmen. Entsprechend sind auch verschiedene Durchblicke und Blickkontakte durch den Stein hindurch möglich. Auch die Pultsteine sind aus Kösseine-Granit gefertigt. Darauf wird dann die Namenstafel angebracht. Auf den einheitlich gestalteten Bronzetafeln werden Vor- und Zuname, der Geburtsname und das Geburts- sowie Sterbejahr vermerkt.

"Garten der Zeit" - Warum und für wen?
Die Planung und Konzeption der neuen Urnengemeinschaftsgrabstätte wurde von der Tatsache getragen, dass immer mehr Menschen den Wunsch nach einer später gesicherten Grabpflege während der gesamten Ruhezeit in einer ansprechend gestalteten Umgebung haben. Ebenso ist die Namensnennung wieder verstärkt in den Vordergrund getreten - also ein Trend weg von anonymen Gemeinschaftsgrabstätten.

Bepflanzung - Symbolik der einzelnen Beisetzungsflächen

Die Beisetzungsflächen Frühling, Sommer, Herbst und Winter sind mit Stauden, Bodendeckern, Gräsern und Gehölzen bepflanzt. Die BIüteschwerpunkte liegen in den verschiedenen Jahreszeiten. Hier einige symbolische Bedeutungen einzelner Pflanzen der jeweiligen Beisetzungsflächen:

Frühling
Krokus - Tod und Wiedergeburt, Licht, Weisheit
Vergissmeinnicht - Ewige Erinnerung, Abschied in Liebe
Maiglöckchen - Jugend, reine Liebe
Golderdbeere - Dreieinigkeit, Dreifaltigkeit, Demut

Sommer
Rose - Dornenkrone Christi, Liebe, Abwehr des Bösen
Gräser - Vergänglichkeit menschlichen Lebens
Salbei - Heilkraft der Gottesmutter, Tod
Veronica - Christus als Retter, Heil der Welt
Taglilie - Unschuld, Hoffnung, Lichtsymbol, Tod
Minze - Gastfreundschaft, Heilkraft

Herbst
Anemone - Vergossenes Blut, Sinnbild des Todes
Frauenmantel - Zauberkraft, Alchemie
Farne - Schulz gegen Zauberer, heilende Kraft Mariens

Winter
Buchsbaum - Unsterblichkeit, Sinnbild des Todes
Immergrün - Beständigkeit, Unsterblichkeit, Treue, Ewigkeit
Stechpalme - Glück, Schutz vor allem Bösen, Ewiges Leben

Auszug aus der neuen Friedhofssatzung

§ 18 b Urnengemeinschaftsgrabstätte
  1. In einer Urnengemeinschaftsgrabstätte wird jeder Urne ein bestimmter Beisetzungsplatz - erst im Todesfall - für die Dauer der Ruhezeit des zu Bestattenden als Teilhabe an der gesamten Gemeinschaftsgrabstätte zugewiesen.
  2. Die Grabanlage wird von der Friedhofsverwaltung angelegt und unterhalten.
  3. Die Urnengemeinschaftsgrabstätte wird von der Friedhofverwaltung einheitlich gestaltet. Auf jedem zugewiesenen Beisetzungsplatz wird von der Friedhofverwaltung eine einheitlich gestaltete Tafel mit Hinweisen auf den Verstorbenen angebracht. Die Hinterbliebenen dürfen auf ihr keine Grabmale errichten oder Anpflanzungen vornehmen.
  4. Grabschmuck, insbesondere Sargauflagen, Kränze, Blumengebinde, Vasen, Pflanzschalen, Kerzen, Grablichte oder persönliche Andenken, dürfen nur auf gesondert ausgewiesenen Flächen außerhalb der Urnengemeinschaftsgrabstätte niedergelegt werden.
Kontakt Grabzeichen:
Freier Bilderhauer
Cornelius Hackenbracht
Riedstraße 26
88639 Wald-Ruhestetten

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