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Gemeinschaftsgrabanlagen aus gesamtwirtschaftlicher Sicht des Friedhofs
Die klassischen Grabarten haben das kommunale Friedhofswesen in eine Kostenspirale getrieben. Die teuren doppelstelligen Erd- und Urnengräber sind zunehmend unerwünscht. Der zunehmende Anstieg des Anteils anonymer Bestattungen wird Überhangsflächen sowie Mindereinnahmen zur Folge haben.
Wie die folgende Grafik verdeutlicht, muss eine offensive Gegenbewegung zu anonymen Beisetzungen betrieben werden. Bleibt der Trend zur anonymen Beisetzung nämlich ungebrochen, entsteht schon bis 2010 ein erheblicher Flächenüberhang durch die Miniaturisierung der bestehenden Gräberfelder.
Die ökonomischen Folgen für den Friedhof sind bereits jetzt zu erkennen. Der Flächenüberhang ist zur Regel geworden und sorgt vielerorts für das Bild eines teilweise „leerstehenden Friedhofs“.
Ein häufiger Grund für die Wahl einer anonymen Beisetzung ist neben den finanziellen Gründen die Angst, dass die eigene Grabstelle aus Zeitmangel, wegen wirtschaftlicher Probleme oder aufgrund von großen Entfernungen der Angehörigen zwischen Wohn- und Beisetzungsort nicht gepflegt wird. Der Abschluss eines Dauergrabpflegevertrags kommt, wiederum aus finanziellen Erwägungen, hingegen nur bei einem Bruchteil der Beteiligten in Frage.
In einem Großteil der Fälle sind somit nicht nur finanzielle, sondern auch rein praktische Überlegungen für die Wahl der Grabart ausschlaggebend, ohne dass eine persönliche Präferenz berücksichtigt werden kann.
Die Probleme der Friedhofsbesucher und Grabstelleninhaber wachsen daher weiter. Andererseits ist mehr und mehr das Interesse der Grabnutzungsberechtigten an neuen Grabformen zu vernehmen, deren Preis das Grab, das Grabmal und die Grabanlage sowie Pflege enthält. Das Angebot von Gemeinschaftsgrabanlagen stößt bei dieser Zielgruppe auf wachsendes Interesse.
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