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Kreative Modelle für Gemeinschaftsgräber
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13.05.2005
Kreative Modelle für Gemeinschaftsgräber
Bunte Stauden spielen hierbei meist eine wichtige Rolle
von Edwin Hanselmann
Oft in Koorperation mit friedhofsgärtnerischen Dauergrabpflege-
Genossenschaften bieten diverse Kommunen heute so genannte Gemeinschaftsgräber an. Bei ihnen wird
die Grabpflege im Voraus mit verkauft. Die Verbraucherinitiative Bestattungskultur Aeternitas
bewertete die Gemeinschaftsgräber als "gute Alternative zu teuren Grabstätten".
Mit einem Internetportal will Aeternitas jetzt die Gemeinschaftsgrab-Variante fördern. Es öffnete am
2. Mai seine Pforten. Neben grundsätzlichen Informationen - insbesondere zu Planung und Kalkulation -
stehen Musterlösungen für Gemeinschaftsgrabanlagen von drei Anbietern im Mittelpunkt. So präsentiert
das Planungsbüro Böhm/Pander aus Knetzgau eine Palette von fünf Gemeinschaftsgrab-Modellen.
Sie sind als Modulelemente in Friedhöfen einsetzbar.
- Modell 1 "Flusskiesel" ist eine mit Kieseln, Kalksteinplatten und Ziergras gestaltete Anlage
- Bei Modell 2 "Rasen" nimmt die Rasenfläche den größten Teil ein, sie wird aber an allen Seiten
von Hecken begrenzt. In der Mitte ist eine rechteckig geformte bunte Staudenfläche; davor ein
Plattenstreifen zur Ablage von Blumen.
- Modell 3 "Staudenbeet" ist durch ein mittig angeordnetes quadratisches Staudenbeet gekennzeichnet. An zwei Seiten der Anlage befinden sich kleinkronige Laubbäume und Bänke
unter den Bäumen.
- Modell 4 "Parkelement" ist ein großzügiges Landschaftsgrabfeld für die Bestattung
von bis zu 50 Urnen. Es ist aufgelockert gestaltet mit Bäumen, Hecken und Skulptur. Der
eigentliche Grabbereich ist mit Stauden bepflanzt und hat eine dreieckige Form.
- Bei Modell 5 "Wasser" ist das mit Stauden bepflanzte Grabfeld auf einer Seite von
einer Wasserfläche umrahmt. Holzstege führen über dieses Becken. In dem Wasser werden Bronzetafeln,
auf denen die Namen der Verstorbenen stehen, abgelegt.
Die Modelle 1 bis 3 sind für Urnenraster von 30 mal 30 bis 50 mal 50 Zentimeter ausgerichtet. Bei
Modell 5 - der teuersten Variante - kommt vor allem das Urnenrastermaß von 50 mal 50 Zentimeter
zum Zuge.
NACH INTERESSEN GEGLIEDERT
Ebenfalls auf Module setzt das Planungsbüro Kyslinger/Woysch aus München bei seinen
"Themengrabgärten". Es geht davon aus, Grabfeldgrößen von 15 bis 30 Grabstellen
zu einem bestimmten Thema zusammenzufassen. Das können Themen wie "Schmetterlingsgarten"
oder "Duftgarten" sein, aber auch soziale Themen oder Naturbezüge. Das Thema findet sich in
der Gestalt des Grabmals ebenso wie in den anderen Bestandteilen des Moduls. Beispiele
für entsprechende Module:
- Trauersymbolik
- soziale Verbindungen
- Beruf und Freizeit
- Kraft schöpfen in der Meditation
MODELL MIT ZENTRALGRABMAL
Die Staudengärtnerei Gaißmayer aus Illertissen und die Firma Bernd Foerster Steintechnik
entwickelten zusammen die geschützte Marke "TrauerGarten". Ins Blickfeld gerückt wurden
die Modelle Raute, Kristall, Spirale, Band und Zentralgrabmal.
Das Modell "Zentralgrabmal" beispielsweise kann für Erd- und Urnengräber eingesetzt werden.
Man rechnet mit einer Größe des Grabfeldes von 15 mal acht Metern und bis zu 40 Grabstellen pro
Grabfeld. Das Begräbnisfeld ist mit Stauden bepflanzt. Ein Gemeinschaftsgrabmal steht auf einem
mit Kieseln belegten Platz. Dieser ist an zwei Seiten vom Staudenbeet, auf den beiden anderen
Seiten von einer Hecke und einem Bankelement begrenzt.
Aeternitas - Aktion Gemeinschaftsgrab: Gestalten Sie Gärten für die Ewigkeit
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