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Was ist ein Gemeinschaftsgrab?
Gemeinschaftsgräber haben eine lange Tradition. Früher waren sie die typische Grabform für Glaubensgemeinschaften. Schwestern und Brüder eines Ordens fanden ihre letzte Ruhestätte in gleichförmigen einheitlichen Gräbern. Die Gemeinschaft im geistigen Sinne verband bis in den Tod.
Heute gewinnt das Gemeinschaftsgrab eine neue Bedeutung. Einander fremde Menschen suchen moderne, schöne und preisgünstige Grabstätten mit einem Gestaltungsausdruck, der ihnen gefällt. Eine ideale Alternative zum kleinen Urnengrab oder der anonymen Grabstätte.
Merkmale eines Gemeinschaftsgrabes
Eine Gemeinschaftsgrabanlage besteht aus einer Gruppe mehrerer Einzelgrabstätten meist nicht miteinander verwandter Personen mit einheitlicher äußerer Gestaltung. Diese Rahmengestaltung und Grundbepflanzung, die Grabbepflanzung und zum Teil auch das Grabmal werden vom Friedhofsträger angeboten. Der Grabnutzungsinhaber erhält eine Komplettleistung gegen Gebühr: Grab, Grabstein, Bepflanzung und Pflege.
Die Namen und Lebensdaten der hier Bestatteten stehen auf einem Grabmal oder einer Namenstafel auf der einzelnen Grabstätte. Alternativ bietet sich ein zentraler Gedenkstein an. Die Wahl ist abhängig von der Ortssituation und Grabanlagenform. Auch wählbare Mischformen sind denkbar. Für die Ablage persönlicher Blumengaben sollten ausgewiesenen Stellen vorhanden sein.
Eine Beteiligung der örtlichen Dienstleister und Interessengruppen von Trauernden an der Entwicklung der jeweiligen Gemeinschaftsgräber ist sinnvoll. Auch ein friedhofskultureller Beirat ist denkbar. Die Einbindung einer künstlerischen Gestaltung, sowie von Kommunikationsplätzen und Sitzbänken bereichern den Trauerprozess.
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