Bestattungskultur im Wandel
Ruhig reihen sich auf den Friedhöfen die Erd- und Urnengräber aneinander. Für 60 Prozent der Bevölkerung kann das auch so bleiben. Doch 40 Prozent suchen aus gestalterischen, sozialen oder finanziellen Gründen Alternativen: Moderne Gräber, die rentabel, kostengünstig und leicht zu pflegen, dabei aber attraktiv und tröstend gestaltet sind.
Mangels geeigneter Alternativen fällt die Wahl heute zu fast 50 Prozent auf kleine Urnengräber und Urnenwände. 13 Prozent lassen sich anonym bestatten. Dadurch veröden und verarmen die Friedhöfe und verlieren ihre Trauerfunktion.
Die Folgen sind
nicht eindeutig erkennbare Gräber
keine Namensnennung
keinerlei persönliche Pflege
keine oder eingeschränkte persönliche Blumengrüße, Kerzen
Wir brauchen
trauerfreundliche Bestattungsformen und einen Service auf dem Friedhof wie zum Beispiel
Friedhofsberater zur Grabwahl
kostengünstige und zugleich attraktive gepflegte Gräber
optisch ansprechende Grabformen
Grabfeldgestaltungen mit tröstenden Botschaften
Grabstätten, die zur Kommunikation einladen.
Gemeinschaftsgräber bieten heilsame Trauererfahrung am Grab durch vier Funktionen.
Gruppenidentität zeigen
Menschen mit gleichen Interessen bilden eine Gemeinschaft mit eigenen Symbolen und Ritualen. Sie zeigen ihre Verbundenheit auch auf dem Friedhof.
Räume für Gemeinschaften
Umfriedete Räume vermitteln ein Gefühl der Ruhe und Sicherheit. Mit Ausdruck gestaltete Flächen werden zu Trostinseln für Trauernde innerhalb des Friedhofs.
Entlastung von der Grabpflege
Für verstreut wohnende Familienmitglieder und alleinstehende Senioren ist das gepflegte würdevolle Gemeinschaftsgrab eine Entlastung.
Ein konkreter Bestattungsort
Der erkennbare Bestattungsplatz ist für die Mehrzahl der Menschen wichtig. Beim Gemeinschaftsgrab hat man ein konkretes Grab.
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